Bei einer Teilzeitberufsausbildung vereinbaren Auszubildende und Betrieb eine
reduzierte wöchentliche Ausbildungszeit. Diese liegt in der Praxis meist zwischen 25
und 30 Stunden. In der Regel verringert sich die Zeit, welche die Auszubildende im
Unternehmen arbeitet. Der Schulbesuch erfolgt in Vollzeit. Theoretisch können
Berufsschulen zwar auch Teilzeitklassen einrichten, doch derzeit gibt es in Berlin
noch keine erprobten Modelle.

Auf Erfahrungen mit Teilzeitberufsausbildung kann man schon zurückgreifen: In
Berlin gibt es 190 eingetragene Ausbildungsverhältnisse bei der IHK, bei der HWK 59,
im Öffentlichen Dienst 2 und ca. 10 bei anderen Kammern (Stand Februar 2015).

 

Ausbildungsdauer
Die Regeldauer der Ausbildung bleibt grundsätzlich gleich. Beträgt die wöchentliche
Ausbildungszeit jedoch weniger als 25 Stunden bzw. weniger als 75 Prozent der
Regelausbildungszeit, verlängert sich die Gesamtdauer – je nach Ermessen – um ein
halbes oder ganzes Jahr.

Zielgruppe

Laut Berufsbildungsgesetz (BBiG) können Auszubildende bei berechtigtem Interesse
die tägliche oder wöchentliche Zeit im Betrieb reduzieren. Berechtigtes Interesse liegt
z.B. dann vor, wenn Auszubildende ein eigenes Kind, pflegebedürftige
Angehörige
betreuen oder vergleichbar schwerwiegende Gründe vorliegen.